Müssen wir für natürliche Bilder posieren können?

Vielleicht kennt ihr das: Jemand richtet eine Kamera auf euch, und plötzlich fühlt sich selbst das normale Stehen ungewohnt an. Wohin mit den Händen? In die Kamera schauen oder lieber zueinander? Solche Fragen sind ganz normal, wenn ihr selten fotografiert werdet.

Für natürliche Paarbilder braucht ihr keine eingeübten Posen. Hilfreich ist aber jemand, der euch einen passenden Platz zeigt und sagt, was ihr ausprobieren könnt. Ein Stück gehen, näher zusammenrücken oder euch kurz in den Arm nehmen – damit lässt sich gut anfangen.

Ihr müsst keine Posen mitbringen.

Bei mir bekommt ihr Schritt für Schritt einfache Hinweise. Wenn sich etwas für euch komisch anfühlt, sagt es ruhig. Dann probieren wir etwas anderes. Ihr sollt euch auf den Bildern wiedererkennen.

Was machen wir während des Paarshootings?

Oft beginnt es mit etwas Einfachem: Ihr geht ein Stück nebeneinander, bleibt stehen und schaut euch an. Dabei könnt ihr miteinander reden und müsst nicht die ganze Zeit an die Kamera denken.

Ich achte auf das Licht und den Bildausschnitt und gebe euch zwischendurch kleine Hinweise. Vielleicht dreht ihr euch etwas zueinander oder legt eine Hand auf die Schulter des anderen. Daraus entsteht eine Aufnahme, ohne dass ihr jede Bewegung vorher planen müsst.

Auch die Momente dazwischen gehören dazu. Wenn ihr über einen Hinweis lachen müsst oder euch kurz etwas erzählt, fotografiere ich weiter. Ihr braucht kein Lächeln für die Kamera festzuhalten.

Wenn ihr Bildideen mitbringt, erzählt mir gerne, was euch daran gefällt. Ist es das Licht, die Umarmung oder die Bewegung? Dann schauen wir, wie wir das an eurem Ort aufgreifen können.

Wie viel Zeit und Vorbereitung brauchen wir?

Plant für die Paarbilder etwas Zeit ein, in der ihr gerade nicht woanders gebraucht werdet. So könnt ihr euch darauf einlassen, ohne schon an den nächsten Programmpunkt zu denken. Wie viel Zeit sinnvoll ist, hängt auch davon ab, ob ihr am Ort bleibt oder erst fahren müsst.

Ein ruhiger Platz in der Nähe kann dafür genau richtig sein. Überlegt, wie lange ihr von euren Gästen weg sein möchtet, und besprecht das vorher mit eurem Fotografen. Mehr zur Planung findet ihr unter Wie viel Begleitung braucht eure Hochzeit?.

Üben vor dem Spiegel müsst ihr nicht. Erzählt lieber, welche Bilder ihr mögt und wobei ihr euch wohlfühlt. Möchtet ihr eher spazieren gehen oder auch ein paar ruhige Portraits? Gibt es etwas, das ihr gar nicht möchtet? Das hilft bei der Vorbereitung.

Woran erkennt ihr, ob die Bilder zu euch passen?

Schaut euch vor der Buchung mehrere Paarbilder desselben Fotografen an. Könnt ihr euch vorstellen, selbst so fotografiert zu werden? Gefallen euch die Nähe, die Bewegung und die Art, wie die Paare miteinander umgehen?

In meinen Reportagen seht ihr die Paarbilder zusammen mit den anderen Fotos des Tages. So bekommt ihr ein Gefühl dafür, wie ich angeleitete Portraits und die Momente rundherum fotografiere.

Auf euren Lieblingsbildern muss nicht jedes Detail perfekt sein. Vielleicht mögt ihr gerade das Foto besonders, auf dem ihr lachen musstet oder euch die Haare ins Gesicht geweht sind. Entscheidend ist, dass ihr euch darauf gerne anschaut.